Die Grundidee

Von „Kolonialwaren“ zu „Lokalwaren“

Eine wesentliche Rolle bei der Auswahl des Konzeptes spielte die historische Herleitung. Der Begriff „Lokalwarenmarkt“ wurde mit Blick auf die Versorgungsgeschichte unserer Dörfer gewählt: so wie vor einem Jahrhundert die „Kolonialwarenläden“ die lokale Grundversorgung aus der umliegenden Landschaft („Gemarkung“, „Bann“) mit attraktiven „globalen“ Produkten aus den Kolonien ergänzten, soll nach einer zwischenzeitlichen Umkehrung der Situation die heute globale Grundversorgung aus Supermärkten und Discountläden mit attraktiven „lokalen Waren“ ergänzt werden.

Ziel ist, unterhalb des großräumigen, global ausgerichteten Marktgeschehens der Supermärkte und Discountmärkte weitgehend eigenständige lokal-regionale Ergänzungs- und Basismärkte aufzubauen. Während sich die globalen Märkte durch industrielle Massenproduktion und weltweiten Vertrieb über Supermärkte und Discountläden auszeichnen, prägen handwerkliche Maßproduktion und kleinräumiger Vertrieb den lokal-regionalen Ergänzungs- bzw. Basismarkt.

Auf Grund der vollkommen unterschiedlichen Produktions- und Vertriebsbedingungen dieser beiden Marktsegmente ist es naheliegend, dass diese auch unterschiedlichen Marktregeln unterworfen sind. Daher wird der Aufbau eines weitgehend eigenständigen lokal-regionalen Marktsystems angestrebt.

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  "Kreisläufe"
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