Energieprogramm „Ländlicher Energiemix“

Projektübersicht

Unter Federführung der Wirtschaftsförderung hat der Landkreis sich der Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums angeschlossen. Als Voraussetzung für die Teilnahme wurde in den Gemeinderäten und im Kreistag das Leitbild „Null-Emission durch ländlichen Energiemix“ erarbeitet und auf Basis dieses Leitbilds eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem Landkreis und den kreisangehörigen Kommunen geschlossen. Mit finanzieller Unterstützung durch die Bundesregierung und die saarländische Landesregierung wird ein Klimaschutzkonzept für den Landkreis sowie eine Potenzialanalyse Erneuerbare Energien erarbeitet.
Zwei weitere Projekte (Solarkataster und Öffentlichkeitsarbeit) werden im Rahmen des LEADER (ELER)-Programms durchgeführt.

„Null-Emission im Landkreis St. Wendel durch ländlichen Energiemix“:
Erstellung einer Potenzialanalyse und eines Klimaschutzkonzeptes


Der Landkreis St. Wendel hat sich zum Ziel gesetzt bis zum Jahre 2050 der erste Null Emission Landkreis im Saarland zu werden. Null Emission durch ländlichen Energiemix lautet der Titel, der die 3 Ziele Klimaschutz, regionale Wertschöpfung und regionale Identität beinhaltet. In einem ersten Schritt hat der Landkreis ein integriertes Klimaschutzkonzept sowie ein Teilkonzept Erneuerbare Energien in Auftrag gegeben, dass vom Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) erstellt wird. Die Konzepte werden durch das Bundesumweltministerium sowie dem saarländischen Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr bezuschusst.

Diese Konzepte erarbeiten Handlungsoptionen, die als Fahrplan zur strategischen Senkung der CO2-Emissionen verstanden werden können. Es gliedert sich in die nachfolgenden grundlegenden Bausteine, die in einem Maßnahmenkatalog für die weitere Umsetzung festgeschrieben werden.

Die Energie- und CO2-Bilanz stellt eine Analyse aller aktuellen Energieverbrauchswerte sowie Emissions-Quellen dar. Sie dient sowohl als ein Controlling-Instrument für die Erreichung der Klimaschutzziele als auch zur Bestimmung eines Basiswertes für zukünftige Planungen und Handlungsschwerpunkte.
Durch die Potenzialanalyse werden die kurz-, mittel- sowie langfristig technisch und wirtschaftlich umsetzbaren Potenziale zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Nutzung erneuerbarer Energien dargelegt. Die Potenzialanalyse erfolgt hierbei für die Teilbereiche Gebäude, Mobilität, Energieeffizienz und Erneuerbare Energien.
Zur regelmäßigen Überprüfung der Arbeitsprozesse wird im Rahmen der Konzepterstellung ein Controllingkonzept erarbeitet. Somit soll gewährleistet werden, dass der Zeitraum zur Erreichung der definierten Klimaschutzziele eingehalten wird.

Die Akteursbeteiligung bildet die Basis für die Entwicklung von Klimaschutzmaßnahmen und die zukünftig erfolgreiche Umsetzung des Maßnahmenkataloges. Die Schlüsselakteure (Kommunen, Unternehmen, private Haushalte, u.a.) werden schon während der Konzepterstellung in den Prozess eingebunden. Als Instrumente zur Beteiligung der genannten Akteure dienen unter anderem Workshops und Einzelgespräche.

Parallel zu den oben genannten Maßnahmen wird ein Konzept zur Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit erarbeitet. Dieses hat die Zielsetzung, die spätere Umsetzung des Maßnahmenkataloges durch Information, Sensibilisierung und Motivation der relevanten Akteure zu unterstützen und eine möglichst große Bekanntmachung der Aktivitäten zu erreichen. Der Landkreis St. Wendel geht den Schritt der CO2-Minderung mit der Zielsetzung neben den ökologischen Aspekten auch ökonomische und soziale Synergieeffekte generieren zu können.

Internet: www.null-emission-wnd.de

„Solarkataster für den Landkreis St. Wendel“ (Förderprogramm LEADER (ELER))


Im Rahmen der Klimaschutzinitiative „Null-Emission im Landkreis St. Wendel durch ländlichen Energiemix“ sind konsequent die regenerativen Energiequellen zu nutzen. Dazu gehört neben der Windenergie im Landkreis St. Wendel auch die Nutzung der Solarenergie zur direkten Erzeugung von Elektrizität – photovoltaische Anlagen- und von Wärme für Heißwasseraufbereitung und Heizungszwecke – solarthermische Anlagen. Die vorhandenen Dachflächen bieten ein großes Potenzial, dass ohne zusätzlichen Flächenverbrauch rentable Investitionen erlaubt. Mit der Solardach-Potenzialanalyse sollen alle Dächer im Kreisgebiet erfasst und hinsichtlich ihrer Eignung für die Gewinnung von Solarenergie – elektrisch oder Wärme – bewertet werden.
Mit dem Solardachkataster wird praktisch jeder Bürger entweder als Hauseigentümer oder Mieter konkret mit der Energiefrage konfrontiert. Diese einmalige Chance wird dazu genutzt, die Bürger des St. Wendeler Landes auf die Potenziale aller regenerativen Energieträger der Region (Sonne, Wind, Wasser, Geothermie und Bioenergie wie Holzhackschnitzel, Holzpellets, Scheitholz, Biogas) und auf die Nutzungsmöglichkeiten und –notwendigkeiten aufmerksam zu machen. Gleichzeitig wird ein Beitrag für eine offenere und kompetentere Diskussion der Nutzung der lokalen, regenerativen Energiequellen in der Öffentlichkeit geleistet.

Internet: Solardachkataster St. Wendeler Land

„Förderung des Bewusstseins für die Bedeutung des „Ländlichen Energiemix“ im Hinblick auf Klimaentwicklung und die Zukunft des ländlichen Raumes“ (Förderprogramm LEADER (ELER))

Mit dem Projekt soll durch Darstellung des „Ländlichen Energiemix“ das Bewusstsein und die Akzeptanz für die Nutzung der erneuerbaren Energien und für einen sparsamen und effektiven Energieverbrauch gefördert werden. Der Ländliche Energiemix dient dabei insbesondere

  • der Schonung des Klimas („Null-Emission“),
  • der Sicherung einer langfristigen und nachhaltigen Energieversorgung mit erneuerbaren Energien,
  • der Sicherung der Energieerzeugung und –nutzung für die regionale Wertschöpfung und
  • der Verbesserung der ökologischen Nachhaltigkeit des ländlichen Raumes.

Vor diesem Hintergrund soll eine Aufklärung, Einbindung, Aktivierung und Teilhabe der Schlüsselakteure wie Bürgerinnen und Bürger, Schulen, Vereine, etc zum Einsatz erneuerbarer Energien, Energieeffizienz und Klimaschutz im ländlichen Raum gewährleistet werden.

Seit September 2012 wird untenstehendes Banner sowohl bei energetischen, wie auch kulturellen Themenveranstaltungen eingesetzt. Hier wird die Grundstruktur der "ERZÄHLUNG EUROPA 5x500" genutzt, um die Problematik der Energiewende zu veranschaulichen.

 Das Banner zur genauen Ansicht sehen Sie hier.

 Internet: www.null-emission-wnd.de

 

 

Klimaschutzgipfel am 08. September 2012 in St. Wendel
IFAS-Workshop der Landwirte am 15.März 2012
Gründung ZukunftsEnergieNetzwerk St. Wendeler Land am 31.Oktober 2011
Vorstellung Solarkataster am 10. Mai 2011